Artenkatalog
Catalogue of species

Tarantel aus dem peruanischen Trockenwald

Thrixopelma ist eine Gattung von Vogelspinnen aus der Familie der Theraphosidae, die vorwiegend in Peru und Ecuador verbreitet ist. Diese Spinnen leben in selbst gegrabenen Erdbauen, zwischen Baumwurzeln, unter Steinen oder in natürlichen Unterschlupfen, die Schutz vor Fressfeinden und den widrigen Umweltbedingungen ihrer Lebensräume bieten.

Weibchen verbringen den Großteil ihres Lebens in ihren Verstecken; dort erbeuten sie Nahrung, häuten sich und kümmern sich um ihre Eikokons. Sie können viele Jahre alt werden und entfernen sich nur selten weit von ihren Wohnröhren. Männchen hingegen verlassen ihre Unterschlupfe, sobald sie die Geschlechtsreife erreicht haben, und begeben sich auf weite Wanderungen auf der Suche nach Weibchen. In dieser Phase sind sie besonders anfällig für Fressfeinde und Umweltgefahren; die meisten sterben kurz nach der Fortpflanzung.

Als Verteidigungsmechanismus verfügen Arten der Gattung Thrixopelma über Brennhaare, die bei Bedrohung abgestoßen werden können. Einige Arten zeichnen sich zudem durch eine auffällige Färbung aus – mit rötlichen, violetten oder metallischen Tönen –, die sie zu den optisch eindrucksvollsten Vogelspinnen Südamerikas macht.

Diese Spinnen spielen als Räuber zahlreicher wirbelloser Tiere eine wichtige ökologische Rolle und tragen zum natürlichen Gleichgewicht terrestrischer Ökosysteme bei. Trotz ihrer Größe und ihres imposanten Erscheinungsbildes sind sie eher scheue Tiere, die einen Großteil ihres Lebens verborgen in ihren Unterschlupfen verbringen.

Die hier vorgestellte Art ist neu für die Wissenschaft und bewohnt die Ökoregion der äquatorialen Trockenwälder im Norden Perus – eines der charakteristischsten und zugleich am stärksten bedrohten Ökosysteme im Westen Südamerikas. Geprägt durch ein ausgeprägtes saisonales Klima und einen hohen Grad an Endemismus, beherbergt diese Region eine einzigartige Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die speziell an lange Trockenperioden angepasst sind. Ausgewachsene Männchen erreichen eine Gesamtkörperlänge von 44,06 mm, während die Weibchen mit bis zu 49,25 mm größer werden. Wie andere Vertreter der Gattung ist diese Art ein bodenlebender Räuber, der den Großteil seines Lebens verborgen in Erdbauen und natürlichen Verstecken verbringt und vorwiegend nachts zur Nahrungssuche hervorkommt.

Mindestspende: 3800,- Euro

Nr.: 352

Thrixopelma
  • Gattung / Genus:
    Thrixopelma
  • Neuer Art-Name / New species name:
    n.n.
  • Herkunft / Origin:
    Peru
  • Beschreiber / Describer:
    J. C. Chaparro & W. E. Flores Miranda

Tarantula from Peruvian Dry Forest

Thrixopelma is a genus of tarantulas belonging to the family Theraphosidae, distributed primarily across Peru and Ecuador. These spiders live in burrows excavated in the ground, among tree roots, beneath rocks, or within natural shelters that provide protection from predators and the challenging environmental conditions of their habitats.

Females spend most of their lives within their retreats, where they capture prey, molt, and care for their egg sacs. They can live for many years and rarely venture far from their burrows. Males, in contrast, leave their shelters upon reaching sexual maturity and embark on long journeys in search of females. During this period, they are particularly vulnerable to predation and environmental hazards, and most die shortly after reproducing.

As a defense mechanism, species of Thrixopelma possess urticating setae that can be released when threatened. Several species are also notable for their striking coloration, displaying reddish, purple, or metallic hues that make them among the most visually remarkable tarantulas of South America.

These spiders play an important ecological role as predators of numerous invertebrates, contributing to the natural balance of terrestrial ecosystems. Despite their large size and imposing appearance, they are generally elusive animals that spend much of their lives hidden within their shelters.

The species presented here is new to science and inhabits the Equatorial Dry Forest ecoregion of northern Peru, one of the most distinctive and threatened ecosystems in western South America. Characterized by a pronounced seasonal climate and high levels of endemism, this region harbors a unique assemblage of plants and animals specially adapted to prolonged periods of drought. Adult males reach a total body length of 44.06 mm, while females attain a larger size, reaching up to 49.25 mm. Like other members of the genus, this species is a terrestrial predator that spends most of its life concealed in burrows and natural retreats, emerging mainly at night to forage.

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